„Better Call Saul“ Staffel 6 kehrt mit „Nippy“ zu Gene zurück

Nach den Schrecken der vergangenen Wochen ist diese Folge von „Better Call Saul“ relativ leicht und macht Spaß – es ist im Grunde ein Überfallfilm, der in eine Stunde TV gepackt ist. Die Spannung ist immer noch da, besonders wenn Jeff durch das Einkaufszentrum sprintet. Aber die entsetzliche Angst hat sich zumindest ein wenig gelegt. Aber die Dunkelheit kann nicht für immer fern bleiben – es ist zu viel passiert.

Um Frank davon abzuhalten, sich den Monitoren zuzuwenden, bricht Jimmy plötzlich zusammen, weint vorgetäuscht und wirkt hilflos. Er täuscht es nur vor, um Frank abzulenken – zumindest am Anfang. Aber während er versucht, eine spontane Schluchzergeschichte zu erfinden, sagt Jimmy: „Ich habe niemanden, keine Familie“ und sagt dann: „Mein Bruder ist tot.“ Hier leistet Bob Odenkirk unglaubliche Arbeit und lässt eine plötzliche Erkenntnis in seine Augen strömen. Sein Bruder ist tot. Wann hat er das letzte Mal überhaupt an Chuck gedacht? Jimmy fährt mit echter Emotion in seiner Stimme fort: „Ich habe keine Frau, keine Kinder, keine Freunde.“ Es ist alles wahr. Kim, seine Frau, ist weg. Er hat jetzt niemanden. Er arbeitet an seinem miserablen Job und kehrt dann in sein miserables Zuhause zurück und sieht dabei die ganze Zeit miserabel aus. Das ist kein Leben. Das ist nicht einmal eine Existenz. Es ist eine Routine; ein programmiertes Stück Performance-Theater, das nur das Unvermeidliche hinauszögern sollte.

Am Ende kann Jeff sich erholen und entkommen. Zurück in Jeffs Haus gehen Jeff, einer von Jeffs Kumpels, der bei dem Überfall geholfen hat, und Jimmy zurück zu Jeffs Haus. Jeff und sein Kumpel sind hocherfreut über ihre Punktzahl, aber dann lässt Jimmy den anderen Schuh fallen: Er hat jetzt die Ware an diesen Jungs; er hat Beweise für ihren Diebstahl. Und wenn sie ihn nicht in Ruhe lassen, wird er sie ruinieren. Jeff scheint davon wirklich verletzt zu sein, vorausgesetzt, er und Jimmy waren jetzt Freunde. Aber das will Jimmy nicht. Er möchte, dass Jeff ihn in Ruhe lässt und ihm nie wieder über den Weg läuft. Jeff stimmt erschüttert zu.