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Filmnachrichten

Visions erfüllt das Versprechen eines jahrzehntealten Kunstprojekts, das von George Lucas selbst kuratiert wurde

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Unbemerkt von einigen Zuschauern teilt sich „Star Wars: Visions“, die neue Anime-Anthologie, die auf Disney+ gestreamt wird, seinen Titel sowohl mit einer Museumsausstellung, die von 2015 bis 2017 durch Japan tourte, als auch mit einem Bildband, das bereits 2010 veröffentlicht wurde ist jetzt vergriffen, aber Sie können immer noch Kopien von Amazon-Verkäufern finden. Es zeigte Illustrationen von über hundert Künstlern, darunter legendäre Cartoonisten, Maler, Designer, Konzeptkünstler und Comiczeichner wie Moebius, Boris Vallejo, HR Giger, Syd Mead und Alex Ross.

Schöpfer George Lucas hat diese Künstler nach seinen eigenen Worten „nach Stücken gefragt, die von ‚Star Wars‘ inspiriert, aber auf ihre eigene einzigartige Weise interpretiert wurden“. Das Kunstwerk wiederum wurde in der Ausstellung „Visions“ zusammen mit anderen Kunstwerken, Kostümen und Requisiten aus den „Star Wars“-Filmen gezeigt (ähnlich der Ausstellung „Identities“, die vor zwei Jahren durch Japans Hauptstadt ging).

Ich war auf der „Visions“-Ausstellung in Tokio am „Star Wars“-Tag 2015, bevor „The Force Awakens“ oder einer der Disney-Filme erfolgreich war. Später tourte es durch andere Städte im ganzen Land wie Yokohama, Shizuoka, Okayama und Nagoya. Im Eingangsraum gab es eine Nachricht von Lucas an die Besucher, in der er davon sprach, „ein treuer Bewunderer der japanischen Kultur“ zu sein, und natürlich Akira Kurosawas unsterblichen Einfluss auf „Star Wars“ berührte.

Museumsbotschaft von George Lucas

Folgendes schrieb Lucas an die Besucher:

„Japan ist ein Land, für das ich eine tiefe Verbundenheit und Liebe empfinde. Als Ergebnis meines Kontakts mit dem japanischen Kino während meiner Filmschulzeit wurde ich ein hingebungsvoller Bewunderer der japanischen Kultur und lernte so viel wie möglich über japanische Kunstwerke und Kleidung von die feudale Ära usw. Akira Kurosawa, ein Meister in der Welt des Films, war ein Künstler, den ich zutiefst schätzte, und das Streben nach „Menschlichkeit“ durch seine Werke hatte großen Einfluss auf „Star Wars“.

Diese Ausstellung ‚Star Wars:‘ VISIONS wurde für die Menschen in Japan konzipiert, die ein hohes ästhetisches Gespür und ein tiefes Verständnis für künstlerische Arbeiten haben. Wie im Titel erwähnt, ist das Thema dieser Ausstellung das Sehen. Das klassische Storytelling der „Star Wars“-Saga ist eine universelle Vision, die auch heute noch für die Menschen gilt. Die Vision von ‚Star Wars‘ konnte nur durch die Fähigkeiten und Talente der vielen Künstler, die daran gearbeitet haben, verwirklicht werden. Das Kunstprojekt VISIONS führte zu einem Buch und einer Sammlung von ‚Star Wars‘ inspirierten Gemälden. Für dieses Projekt habe ich Künstler aus der ganzen Welt nach Stücken gefragt, die von ‚Star Wars‘ inspiriert, aber auf ihre ganz eigene Weise interpretiert wurden. Sie verwendeten verschiedene Stile von klassisch bis avantgardistisch, um das enorme Ausmaß und die wesentlichen Qualitäten von ‚Star Wars‘ zu vermitteln, was meine höchsten Erwartungen bei weitem übertraf.

Ich hoffe, dass diese Ausstellung – eine Integration von Kunst, Kostümen und Requisiten aus den ‚Star Wars‘-Filmen mit der Sammlung der Gemälde aus dem Buch ‚Star Wars‘ VISIONS einen neuen Blick auf das ‚Star Wars‘-Universum bietet und junge Menschen dazu inspirieren, Kunst zu studieren.“

„Ein neuer Blick auf das Star Wars-Universum“

Getreu „Star Wars“ und seinen japanischen Wurzeln konnte man in einigen Kunstwerken der Ausstellung „Visions“ eine Ost-West-Sensibilität erkennen. Ein Bild, das mir immer im Gedächtnis blieb, war Will Wilsons „Dawn of Maul“, das Darth Maul als Buddha-ähnliche Figur neu vorstellte.

Während die Ausstellung vielleicht „für die Menschen in Japan geplant“ war, bietet „Visions“ auf Disney+ einen Rückwärtsfeed von Japan an die Menschen auf der ganzen Welt. Es dient als logische Fortsetzung des Ideals von Lucas, das für einzigartige neue visuelle Interpretationen von „Star Wars“ ausgelegt ist. Jedes der sieben verschiedenen japanischen Animationsstudios dahinter bringt seine eigene Ästhetik ein. Die Episoden tragen auch einige bekannte japanische Anliegen weiter.

Die erste Episode, „The Duel“, ist reines „Yojimbo“- und „Seven Samurai“-Zeug, während die letzte, „Akakiri“, eine Hommage an „The Hidden Fortress“ ist. Währenddessen bricht „The Twins“ das Kamikaze-Holdo-Manöver aus, was auch Ebizos „Star Wars“-Kabuki-Spiel von 2019 betonte.

„The Village“ erforscht die Macht als etwas, das verschiedene Kulturen auf unterschiedliche Weise erfahren können, wobei es hier als „Magina“ einen neuen Namen und eine animistische Qualität erhält. „T0-B1“ basiert auf Osamu Tezukas „Astro-Boy“ und sogar dem Capcom-Charakter Mega Man. Andere herausragende Episoden wie „The Ninth Jedi“ und „The Elder“ setzen die senpai-kohai Dynamik und die Verwendung von Lichtschwertern als Ersatz für Samuraischwerter.

Indem es Animatoren die Freiheit gibt, den Mythos durch eine japanische Linse zu spielen und zu filtern, hat „Star Wars: Visions“ etwas geliefert, das das Franchise tatsächlich wieder frisch erscheinen lässt. Wie so vieles von „Star Wars“ geht alles auf diesen Keim einer Idee zurück, die Lucas einst hatte: in diesem Fall für ein „Star Wars“-Kunstprojekt.

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